Schreiben ist… weiter lernen

Es gibt Texte, für die habe ich durch langjährige Übung schon ganz gute Schreibstrategien im Repertoire und kann sie routiniert und effizient angehen, ohne allzu sehr der Aufschieberitis zu verfallen. Neue Textsorten auszuprobieren, ist für mich immer eine faszinierende Herausforderung. Spannend ist dabei auch, wie bei neuen Textsorten neue Schwierigkeiten wie Hydra-Köpfe nachwachsen. Warum ist das so?

Schreiben ist eine Aufgabe, die umso komplexer wird, je weiter sich die Fähigkeiten der Schreibenden entwickeln, erklären die kanadischen KognitionspsychologInnen Bereiter und Scardamalia. Das heißt, mit wachsender Schreibkompetenz treten Anfangsschreibschwierigkeiten seltener auf, dafür aber neue. Besonders wenn du dich in neuen Kontexten und neuen Textsorten bewegst und für eine andere Leserschaft schreibst. Auch für SchreibexpertInnen ist Schreiben daher immer wieder herausfordernd.

Allerdings sind diese neu auftauchenden Schwierigkeiten meist positive Meilensteine bei der Weiterentwicklung der eigenen Schreibkompetenz, sagt Keith Hjortshoj. Denn bei der Bewältigung dieser Schreibkrisen findest du effizientere Methoden für deinen Schreibprozess und eine “more sophisticated“ Schreibstimme.

Probiere neue Textsorten aus: Mindwriting, Personal Essay, Short Story, Life Writing, Memoir, Travel Writing, Drehbuch, Die Kunst des Überarbeitens und für junge SchreiberInnen die Young Freewriters. Gratis-Infoabend heute, 18:30 im writers`studio, Wien.  

Bereiter, C. & Scardamalia, M. 1987. The psychology of written composition. Hillsdale, NJ: Erlbaum.
Hjortshoj, K. 2001. Understanding Writing Blocks. New York: Oxford University Press.

Autorin: Johanna Vedral

 

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2 Gedanken zu „Schreiben ist… weiter lernen

  1. […] zu haben, sondern mit ihnen umgehen zu können.“ (Girgensohn & Sennewald, 2012, S.119). Keith Hjortshoj sieht Schreibschwierigkeiten als positive Meilensteine bei der Weiterentwicklung der eigenen […]

  2. […] zu haben, sondern mit ihnen umgehen zu können.“ (Girgensohn & Sennewald, 2012, S.119). Keith Hjortshoj sieht Schreibschwierigkeiten als positive Meilensteine bei der Weiterentwicklung der eigenen […]

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