Wie du deinen inneren Kritiker (nicht) besiegst

Nach der Sommerpause bin ich mit 100 neuen Ideen zurück! Demnächst werdet ihr also wieder mehr von mir lesen, auf diesem Blog wie auch in diversen Ebooks 🙂 Zuerst aber freue ich mich, dass einige Gastbeiträge von Kolleg*innen hereingeflattert sind.

Von Evangelista Sie, der Leiterin des Workshops „Schattenschreiben“ kommt der Beitrag: Wie du deine*n innere*n Kritiker*in (nicht) besiegst:

Wir alle haben Feinde. Manche davon selbst geschaffen. Eine von meinen Feindinnen wuchs mit mir heran, als ich erzogen wurde, still zu sein. Ich sollte nicht zu laut und breit lachen auf Fotos, obwohl ich von klein auf begeistert auf das Knipsen der Kamera mit einem lauten „Ha! HA!“ antwortete.

Als kleines, schwarzes Mädchen im rot-grünen Karokleid der 80er, mit dicken Afrozöpfen und neugierigen Augen. Das Verhalten „zu laut reden“ war nicht erwünscht.

Je älter ich wurde, desto mehr Gebote und Regeln von Anderen kamen dazu.

„Das Leben ist kein Ponyhof!“

„Was sollen die Anderen denken?“

„Das ist so peinlich!“

Manche Menschen, von denen die Aussagen kamen, gingen. Die Worte blieben.

Was ist der innere Kritiker* oder die innere Kritiker*in?

Heute weiß ich: Der innere Kritiker* bzw. die innere Kritiker*in ist eine Stimme, entstanden vor allem in einer Zeit, in der ich von meiner Mutter und engsten Bezugspersonen gelernt habe, was für sie falsch und richtig ist. In einer Zeit, in der ich Gebote und Regeln von Anderen verinnerlicht und mich bemüht habe, nichts falsch zu machen, nicht gescholten oder kritisiert zu werden, Zuwendung zu bekommen.

Heute sind die Situation und die Zeit eine andere – und es ist an der Zeit, selbst neue Regeln aufzustellen! Aber wie?

Wie gehe ich mit dem inneren Kritiker* bzw. mit der inneren Kritiker*in um?

Die „tyrannische“ Stimme zu bekämpfen und niederzuringen mag ein(!) Weg sein. Doch was geschieht, wenn wir einen Schritt vom vermeintlichen Feind* bzw. der vermeintlichen Feind*in wegtreten und ihn*/sie* in ihrer Gänze sehen?

Was, wenn die Stimme die Sorge der Eltern und Bezugspersonen von damals ist, die sich hilflos und vielleicht sogar überfordert fühlten, uns sicher durch diese Welt zu bringen? Was wenn die Stimme eigentlich nur Negatives von uns abwenden will, wie Elmar Kruithoff schreibt?

Falls das der Fall ist: Was würde passieren, wenn wir ihr für einen Moment begegnen und mit ihr eine Lösung suchen?

Schattenschreiben: Begegne deinem inneren Kritiker* bzw. deiner inneren Kritiker*in im Schreibretreat!

Ich lade dich ein, im Winter-Workshop „Schattenschreiben“ deiner inneren Kritiker*in bzw. deinem inneren Kritiker* zu begegnen, Abstand von ihr*/ihm* zu nehmen und mir ihr*/ihm* zu spielen – auf dem Weg zu einer Lösung!

Ich lade dich ein, dein inneres Team – und das äußere Team – zu aktivieren mit Friendly Feedback – und denn mit einem Team, das für einen jubelt, gewinnt man auch beim Schreiben leichter!

Ich lade dich ein, den inneren Kritiker* bzw. die innere Kritiker*in als das zu sehen, was er*/sie* ist: Ein Gedanke von vielen. Ein Gedanke, den du hinterfragen und zu dem du Alternativen finden kannst. Ein Gedanke – keine Tatsache – wie er von einem unliebsamen Onkel kommen könnte, wie ihn Katharina Tempel nennt, und dem du heute auf Augenhöhe begegnen kannst.

Denn wie schon Larry Kramer sagte: „There will always be enemies. Time to stop being your own!“

Alle Details zur Anmeldung (Achtung: Die Plätze sind auf 9 Personen begrenzt!) und zu den Preisen des Workshops findest du hier: www.njiru.at

Autorin: Evangelista Sie
Foto: Evangelista Sie

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Ein Gedanke zu „Wie du deinen inneren Kritiker (nicht) besiegst

  1. Herzlichen Dank für die erwähnung und Verlinkung meines artikels!
    Ich wünsche allen lesern die nötige distanz zu ihren inneren kritikern und sende liebe grüße,
    katharina

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